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Schotten

Schotten – darauf weist auch der Name hin – ist eine Gründung von iro-schottischen Mönchen, die von hier aus den Vogelsberg missionierten.

 

Die Legende der Gründung von Schotten

 

Im Mai 1978 konnte man das 1200jährige Bestehen von Schotten feiern. In einer Urkunde wird erwähnt, daß der Abt Beatus dem Kloster Honau bei Straßburg acht Kirchen vermachte, darunter eine in »buchonia« (im Buchenland) »ad scotis« (bei den Schotten) liegend. Dabei handelt es sich zweifelsfrei um die erste Kirche von Schotten. Dicht neben dieser iro-schottischen Missionskirche entstand, der Sage nach wohl um das Jahr 1050, das erste römisch-katholische Gotteshaus. Da diese Kirche starken Zulauf hatte, wird sie wohl bald zu klein geworden sein, und so entschloß man sich später, eine größere Kirche zu bauen, auf deren Fundamenten dann in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts die große gotische Liebfrauenkirche errichtet wurde, deren berühmter Flügelaltar – um 1385 von einem unbekannten Meister des mittelrheinischen oder westfälischen Kunstkreises geschaffen – in den Jahren 1969 bis 1986 restauriert wurde und zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört.

 

Zwei Rittergeschlechter, die Eppsteiner und die Trimberger, teilten sich die Herrschaft. 1356 verlieh Kaiser Karl IV. an Konrad von Trimberg die Stadtrechte für das Dorf Schotten und damit das Recht, Märkte abzuhalten. Wegen einer Fehde des rheinischen Städtebundes mit der ritterlichen Herrschaft wurde die Stadt 1382 eingenommen, die Stadtbefestigung geschleift und das Schloß zerstört.

 

Seit 1403 war dann Schotten im Besitz der Hessischen Landgrafen, die das Schloß als hochragendes Gebäude mit Treppengiebeln auf den 1,70 m breiten Fundamenten wieder aufbauten. Nach einem Brand 1852 im Inneren zerstört, wurde es ein Jahr später wieder ausgebaut und war dann später Sitz des Amtsgerichts. Von der alten Befestigungsanlage des Schlosses ist noch ein Eckturm vorhanden. Der einstige schützende Wassergraben wurde trockengelegt. Heute befindet sich das Schloß in Privatbesitz. Das alte Rathaus, ein imposanter Fachwerkbau aus dem Jahr 1512, ist ein schönes Beispiel für das in Hessen typische Fachwerk. Die letzte Renovierung dieses historischen Gebäudes erfolgte 1987 im Rahmen der Altstadtsanierung.

 

Etwas abseits der Hauptstraße in einem Park, umgeben von einem Wassergraben, steht ein prächtiges Fachwerkhaus, die »Alteburg«. Erbaut um 1605, war sie seitdem im Besitz der Familie von Günderrode und wurde Thielmann von Günderrode, »dem treuen Kanzler«, für seine Verdienste in schwerer Zeit von den hessischen Landgrafen als Lehen gegeben. Heute befindet sich die »Alteburg« in Privatbesitz.

 

In der Vogelsbergstraße 95 befindet sich das ehemalige Wohnhaus der Familie Weber-Pröscher, dessen Erker mit alten Zunftzeichen geschmückt ist. Heute beherbergt es das Vogelsberger Heimatmuseum. Es wurde zuletzt in den Jahren 1987/88 renoviert. 1821 wurde anstelle des Amtes Schotten ein Landratsbezirk Schotten geschaffen, der, nach kurzer Unterbrechung mit dem Kreis Nidda vereinigt, als Kreis Schotten bis 1938 bestand. In dieser Zeit beherbergte Schotten viele Ämter und wurde kultureller Mittelpunkt im Vogelsberg. Die heute zur Großgemeinde gehörenden ehemaligen Dörfer haben ihre Eigenarten bewahrt. So hat auch jede Ortschaft ihre eigene Geschichte, die oft in engem Zusammenhang mit der Dorfkirche steht.

 

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